Stellenwert von Pitolisant in der Behandlung der Narkolepsie


Neuer Therapieansatz durch Antagonismus/inversen Agonismus am Histamin-H3-Rezeptor

Christina Lang und Albert C. Ludolph, Ulm

Narkolepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung mit dem Leitsymptom einer ausgeprägten Tagesschläfrigkeit. Die Auswirkungen auf die Lebensqualität und den Lebensalltag sind erheblich. Die Narkolepsie Typ 1 ist gekennzeichnet durch das zusätzliche Vorliegen von Kataplexien und weiteren Schlaf-Wach-Symptomen wie hypnagogen Halluzinationen, Schlaflähmungen und gestörtem Schlaf. Der Höhepunkt des Auftretens erster Symptome liegt meistens im jungen Erwachsenenalter; eine lebenslange symptomatische Behandlung ist fast immer notwendig. Die Substanz Pitolisant, ein Antagonist und inverser Agonist am Histamin-H3-Rezeptor, ist seit 2016 in der EU zur Therapie der Narkolepsie mit und ohne Kataplexie zugelassen. Histamin ist ein wachheitsfördernder Neurotransmitter, der an der Stabilisierung der Schlaf-Wach-Übergänge beteiligt ist. Pitolisant stellt aufgrund seines neuen Wirkungsmechanismus, der zu einer Verringerung von Tagesschläfrigkeit und Kataplexien führt, sowie aufgrund seines Sicherheitsprofils eine wichtige therapeutische Option für Patienten mit Narkolepsie dar.
Schlüsselwörter: Narkolepsie, Pitolisant, Therapie, Histamin-H3-Rezeptor, Tagesschläfrigkeit, Kataplexien
Psychopharmakotherapie 2021;28:251–9.

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