Antiinflammatorische Therapien bei psychiatrischen Erkrankungen


Schizophrene und depressive Störungen

Evelyn Anna Wallnöfer und Georg Juckel, Bochum

Schon früh in der Geschichte der Psychiatrie wurde angenommen, dass psychische Symptome und immunologische Prozesse in einem kausalen Zusammenhang stehen könnten. Seit Anfang der 90er-Jahre nehmen die Erkenntnisse über immunologische Mechanismen bei psychiatrischen Erkrankungen stetig zu. Dieser Übersichtsartikel beleuchtet die inflammatorischen Prozesse bei der Schizophrenie und der depressiven Störung und die Anwendung antiinflammatorischer Substanzen in klinischen Studien. Randomisierte kontrollierte Studien und Metaanalysen zeigen für beide Krankheitsbilder, dass der Einsatz antiinflammatorischer Substanzen als Add-on-Therapie hinsichtlich Symptomreduktion von Vorteil sein kann, bei geringen unerwünschten Wirkungen. Positive Effekte wurden für Cyclooxygenase(COX)-1- und COX-2-Hemmer, Minocyclin, Omega-3-Fettsäuren, Statine, N-Acetylcystein, Hormonpräparate, Pioglitazon und monoklonale Antikörper gezeigt. Dies sind vielversprechende Ergebnisse, die als Basis für weiterführende kontrollierte Studien zur Schaffung einer besseren Evidenzlage dienen können.
Schlüsselwörter: Schizophrenie, Depression, Neuroinflammation, antiinflammatorische Substanzen, klinische Studien
Psychopharmakotherapie 2021;28:230–42.

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