Individuelle ADHS-Therapie mit Methylphenidat-Retardpräparaten


Henrik Uebel-von Sandersleben, Göttingen

Methylphenidat ist der Goldstandard (First-Line-Therapie) bei der medikamentösen Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Auf dem deutschen Markt stehen mehrere langwirksame Methylphenidat-Retardpräparate zur Verfügung: Medikinet® retard/adult, Ritalin® LA/Adult, Equasym® Retard und Concerta® sowie einige Generika. Aufgrund der unterschiedlichen Galenik und Zusammensetzung aus schnell und verzögert freisetzendem Methylphenidat haben die Präparate unterschiedliche Bioverfügbarkeiten und erzeugen spezifische Freisetzungsprofile. Daher konnte in pharmakokinetischen Vergleichsstudien zwischen verschiedenen Präparaten keine Bioäquivalenz gezeigt werden. Darüber hinaus gibt es teilweise Unterschiede hinsichtlich der Einnahmeintervalle und -bedingungen (Einnahme mit oder ohne Nahrung, Möglichkeit zum Öffnen der Kapseln). Der behandelnde Arzt sollte mit den spezifischen Eigenschaften der verfügbaren Methylphenidat-Retardpräparate genau vertraut sein und bei der Wahl der Medikation die individuellen Bedürfnisse und Präferenzen des Patienten berücksichtigen. Dieser Übersichtsartikel liefert einen Überblick über die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Präparate.
Schlüsselwörter: ADHS, Methylphenidat, Bioäquivalenz, Substitution
Psychopharmakotherapie 2022;29:138–45.

Liebe Leserin, lieber Leser, dieser Artikel ist nur für Abonnenten der PPT zugänglich.

Sie haben noch keine Zugangsdaten, sind aber PPT-Abonnent?

Registrieren Sie sich jetzt:
Nach erfolgreicher Registrierung können Sie sich mit Ihrer E-Mail Adresse und Ihrem gewählten Passwort anmelden.

Jetzt registrieren