Absetzen von Psychopharmaka


Schwerpunkt Tranquilizer und Gabapentinoide

Michael Paulzen, Miriam Kirchner und Tobias Schreckenbach, Aachen

Der langfristige Einsatz von Tranquilizern wie Benzodiazepinen und Hypnotika wie den Z-Substanzen Zopiclon und Zolpidem wird sehr kritisch gesehen, insbesondere auch im höheren Patientenalter. Zu groß ist das Risiko für Stürze und Frakturen und auch ein möglicher kognitiver Abbau wird mit einer Dauereinnahme von Tranquilizern in Verbindung gebracht. Die Verordnungszahlen sinken erfreulicherweise seit Jahren.
Der zahlenmäßig zurückgehenden Verordnung von Benzodiazepinen und Z-Substanzen hingegen stehen stetig wachsende Verordnungszahlen der Gabapentinoide Gabapentin und Pregabalin gegenüber, für die eine missbräuchliche Anwendung vornehmlich im Falle von Pregabalin in den letzten Jahren zunehmend diskutiert wird.
Fakt ist, dass es neben dem indikationsgerechten Einsatz der hier behandelten Substanzgruppen der Benzodiazepine und Z-Substanzen sowie der Gabapentinoide bei zahlreichen Patienten zu einem nicht mehr indikationsgerechten Dauergebrauch oder zu einem missbräuchlichen Konsum bis hin zu einer Abhängigkeit kommt. Der Beitrag adressiert daher als Fortsetzung der Reihe „Absetzen von Psychopharmaka“ schwerpunktmäßig das Absetzen von Tranquilizern und Gabapentinoiden. Dabei sollte das Thema Absetzen von Psychopharmaka zunehmend in den Fokus der klinischen Psychiatrie rücken, denn nach wie vor wird zu oft aus einer eigentlichen Kurzzeitverordnung von Psychopharmaka eine teilweise langjährige Dauereinnahme.
Schlüsselwörter: Anxiolytika, Tranquilizer, Benzodiazepine, Gabapentinoide, Absetzen von Psychopharmaka, Entzugssyndrom
Psychopharmakotherapie 2022;29:84–95.

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