Pharmakokinetische Interaktionen in der Psychopharmakotherapie: die Relevanz ist eine Frage des Genotyps


Pharmakogenetik zu Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit

Martina Hahn und Sibylle C. Roll, Frankfurt am Main

Genetische Polymorphismen beeinflussen die Wirkstoffkonzentration von Psychopharmaka, was bereits vor mehr als 15 Jahren sorgfältig für Antidepressiva untersucht und publiziert wurde. Das Zusammenspiel aus genetischem Polymorphismus und Arzneimittelinteraktion (Drug-drug-gene interactions) wird erst seit wenigen Jahren beachtet, Ergebnisse zeigen jedoch, wie bedeutsam sich der Genotyp auf die Relevanz der Arzneimittelinteraktion auswirken kann. Das Thema wird durch Arzneimittel-Gen-Gen-Interaktionen (Drug-gene-gene interactions) noch komplexer, kann aber die hohe interindividuelle Streuung von Serumkonzentrationen gut erklären. Durch die Beachtung dieser Interaktionen ist eine präzisere Vorhersage der Serumkonzentration eines Patienten möglich. Abweichungen von dem erwarteten Ergebnis lassen dann eine bessere Suche nach exogenen und endogenen Ursachen zu, die auch zu Veränderungen der Wirkstoffkonzentration führen können. So kann die Arzneimitteltherapiesicherheit des Patienten maßgeblich erhöht werden.
Schlüsselwörter: Pharmakogenetik, Drug-Gene-Interactions, Drug-Gene-Gene-Interactions
Psychopharmakotherapie 2022;29:17–26.

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