Photosensibilisierung durch Psychopharmaka und andere Arzneimittel


Johannes Heck*, Hannover, Benjamin Krichevsky*, Hannover/Kiel, Olaf Krause, Hannover, Matthias Goebeler, Würzburg, Dirk O. Stichtenoth, Stefan Bleich, Hannover, Renate Grohmann, München, Dominik Dabbert, Bremen, Sermin Toto und Johanna Seifert, Hannover

Über 300 verschiedene Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Arzneimittelbedingte Photosensibilisierung ist für bis zu 8 % aller kutanen unerwünschten Arzneimittelwirkungen verantwortlich und stellt somit ein häufiges klinisches Problem dar. Pathophysiologisch lassen sich arzneimittelinduzierte Photodermatosen in phototoxische und photoallergische Reaktionen differenzieren. In dieser Übersichtsarbeit werden vor allem Psychopharmaka dargestellt, welche die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Hierzu zählen insbesondere Antipsychotika aus der Gruppe der Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva, einige Benzodiazepine, Phasenprophylaktika und Johanniskraut. Photosensibilisierende Medikamente zur Behandlung somatischer Erkrankungen finden sich hauptsächlich unter den Antiinfektiva, nichtsteroidalen Antirheumatika, Antihypertensiva, Diuretika, Antiarrhythmika sowie den Onkologika. Patienten sollten über entsprechende Sonnenschutzmaßnahmen aufgeklärt werden. Die wichtigste therapeutische Maßnahme bei Auftreten einer Photosensitivitätsreaktion ist das Absetzen des auslösenden Agens in Kombination mit einer antiallergischen und/oder analgetischen Medikation.
Schlüsselwörter: Photosensibilisierung, Psychopharmaka, unerwünschte Arzneimittelwirkung, Arzneimitteltherapiesicherheit
Psychopharmakotherapie 2021;28:94–101.

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