Pisa-Syndrom nach Einnahme von Olanzapin – Fallbericht mit Literaturübersicht


Kasuistik aus dem Projekt „Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie“ e. V.

Johannes Heck, Johanna Seifert, Dirk O. Stichtenoth, Stefan Bleich, Hannover, Detlef Degner, Göttingen, Eckart Rüther, Susanne Stübner, Renate Grohmann, München, und Sermin Toto, Hannover

Das Pisa-Syndrom (Pleurothotonus) wurde als Dystonie der Rumpfmuskulatur beschrieben im Sinne einer tonischen Seitwärtsflexion und einer leichten Rotation des Rumpfes in der Sagittalebene, die im Sitzen, Liegen, Stehen und Laufen persistiert. Ursprünglich wurde es als unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) berichtet, später auch im Rahmen neurodegenerativer Erkrankungen oder idiopathisch auftretend. In der vorliegenden Kasuistik berichten wir über eine etwa 70-jährige Patientin, die unter Olanzapin ein Pisa-Syndrom entwickelte, und diskutieren mögliche Begleitfaktoren, die zum Auftreten dieser seltenen UAW beigetragen haben könnten.
Der vorliegende Fall wurde im Projekt „Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie“ (AMSP) dokumentiert. AMSP beobachtet seit 1993 systematisch das Auftreten schwerwiegender, neuer und ungewöhnlicher UAW von Psychopharmaka in der Behandlung stationärer Patienten.
Schlüsselwörter: Pisa-Syndrom, Dystonie, Olanzapin, unerwünschte Arzneimittelwirkung, AMSP
Psychopharmakotherapie 2020;27:206–9.

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